Melone - Der grosse Apfel

Haben Sie gewusst dass...

...die Melone eigentlich ein Gemüse ist?

Melonen sind als essbare Frucht schon aus der Antike bekannt. Über ihren honigsüssen Geschmack berichten einige Mythen und Sagen. So wird unter anderem berichtet, dass sich Kaiser Albrecht II. 1439 und Papst Paul II. an zu üppigem Verzehr von Zuckermelonen totgegessen haben. Das Wort Melone stammt aus dem Griechischen und bedeutet «grosser Apfel». Melonen werden als Obst gehandelt, auch wenn sie botanisch gesehen zur Familie der Kürbisgewächse, also zum Gemüse gehören. Es werden zwei Hauptgruppen unterschieden: die Zuckermelonen (bzw. Honigmelonen) und die Wassermelonen. Die Pfl anzen wachsen mit langen, dem Boden aufl iegenden Ranktrieben. Aus den weiblichen Blüten reifen die rundlichen bis leicht gestreckten und bis kopfgrossen Früchte heran.

Hauptproduzent Asien

Etwa 60 % aller Melonen werden in Asien produziert. Führend ist dabei China. Gefolgt von der Türkei, dem Iran, den USA, Spanien, Mexiko, Rumänien, Ägypten, Marokko, Japan, Italien und Frankreich.

 

Unterschied zwischen Zuckermelone und Wassermelone

Zuckermelonen können ein Gewicht bis zu 4 kg haben. Ihre Kerne liegen meist im Zentrum in einem Hohlraum des Fruchtfleisches. Das Fruchtfleisch ist oft fester als jenes der Wassermelonen. Sie enthalten weniger Wasser. Bei den Wassermelonen sind die Kerne im Fruchtfleisch eingebettet. Sie bestehen aus ca. 95% Wasser und sind somit saftiger als die Zuckermelonen. Das Fruchtfleisch ist in der Regel rot, recht süss (jedoch weniger geschmacksintensiv als bei den Zuckermelonen), und auf charakteristische Weise mürbe. Ihr Gewicht kann bis zu 20 kg betragen.

Die verschiedenen Zuckermelonenarten

Bei den Zuckermelonen (bzw. Honigmelonen) werden drei Gruppen unterschieden: Cantaloupe-Melone, Netzmelone und Wintermelone, die wiederum miteinander gekreuzt werden können. Deshalb ist eine eindeutige Zuordnung oft nicht möglich.

 

 

Cantaloupe-Melonen

  • Cantaloupe-Melonen stammen ursprünglich aus Cantalupo in Italien.
  • Die Charentais-Melone macht etwa 90 Prozent der französischen Produktion aus. Ihr weiches und orangefarbenes Fleisch erinnert an Papaya oder Ananas.
  • Die Genetzte Charentais (Charentais brodé) ist ein Mischtyp zwischen der Cantaloupe-Melone und der Netzmelone.
  • Ogen-Melone. Diese Züchtung aus einem israelischen Kibuz ist ziemlich klein (0,5 – 1 kg).

Netzmelonen

  •  Galia-Melone: Die Kreuzung aus Ogen-Melone und HoneyDew-Melone ist eine runde Frucht mit grünlichem Fleisch.
  •  Melone Canari wird überwiegend in Spanien und in den USA angebaut.

 

Wintermelonen

  • Glatte – oder Wintermelonen: Die Canari, die gelbe kanarische Melone, ist langoval bis rundoval mit einer leuchtend gelben, glatten oder gerieften Schale.
  • Die Verte Olive – Olivgrüne Melone – verdankt ihren Namen ihrem grünlichen Fruchtfleisch.

Die Wassermelone

Die Heimat der Wassermelone sind die Steppengebiete Südund Zentralafrikas. Nach 4000 Jahren Kultivierung in Ägypten wird sie heute in den Tropen und Subtropen angebaut. Anbauschwerpunkte liegen in Vorderasien (ca. 75 %) mit den führenden Ländern China, sowie den südlichen Staaten der GUS und in den USA.

Wirkstoffe und andere Inhaltsstoffe

Das gelbe bis intensiv rote Fruchtfleisch der Melone enthält viele Karotene, die im Stoffwechsel zum wichtigen Vitamin A umgebaut werden. Vitamin A stimuliert die menschlichen Gene und die Intelligenz. Karotene kurbeln den Bau der Konnexinmoleküle an, aus welchen winzige Kanälchen entstehen, durch die Nährstoffe aus dem Blut in Gehirn- und Nervenzellen wechseln.

 

Melonen als Jungbrunnen

Schon zehn Minuten nach Verzehr einer Melone geschieht im Darm Aufregendes: Wie eine Millionenschar emsiger Heinzelmännchen wandeln Gallensalze und Enzyme die Karotene in Vitamin A um. Diese neuen Moleküle schlängeln sich durch die Darmwand und streben über das Blut zur Leber und zu Zellen, um ihr Verjüngungswerk zu verrichten. In Knochen und Zähnen, Augen, Haut, Haaren und Nägeln. Besonders intensiv schützen die Vitamin-A-Moleküle die Schleimhäute im Körper gegen Viren und Bakterien.

Tipps und Tricks

Aussehen

Eine gute Melone ist rund, prall gefüllt und hat keine Flecken. Kleine Risse in der Schale sind ein Zeichen für gute Reife, ebenso wie das Ablösen des Stiels.

Geruchsprobe

Die Melone sollte einen leichten, angenehmen Duft aufweisen. Riecht sie zu stark, ist die Melone überreif. Um die Reife zu überprüfen, riecht man am besten an der Unterseite.

Gwichtsprüfung

Reife Melonen sind schwer, Leichtgewichte unbedingt liegen lassen.

Ferien

In den Ferien sind Wassermelonen mit Vorsicht zu geniessen. Tropenmediziner warnen vor Darmbakterien, welche einen üblen Durchfall auslösen können. WICHTIG: Melonen sollten vor dem Aufschneiden mit heissem Wasser abgewaschen werden.